
Leben & Sterben
Heute ist Barbaratag. Wer kennt sie noch, die Legende der heiligen Barbara?
Die Legende der Barbara ist eine sehr brutale Geschichte, die sich im dritten Jh. n. Chr. ereignet haben soll. Unten ist die Kurzform der Legende – ich wollte nicht tiefer eintauchen in die dunkle Seite dieses legendären Geschehens.
Was darf daraus heute für uns entstehen?
Diese junge Frau hat wohl trotz aller Widrigkeiten klar und mutig ihren Weg beschritten. In ihr finden wir symbolhaft beides beieinander: große Lebendigkeit auch in denkbar ungünstigen Bedingungen und Sterben, das Leben loslassen müssen.
Ein alter Brauch möchte uns erinnern an diese mutige junge Frau (wie es zu diesem wohl kam steht im unteren Abschnitt).
Setze ihn heute gerne um:
🌸 Schneide heute einen Zweig von einem Kirschbaum. Auch ein anderer Obstbaumzweig eignet sich wunderbar.
Stelle ihn in Wasser und freue Dich an Weihnachten am blühenden Leben, das aus dem winterlichen Ast sprießt!
Die Natur zeigt uns, wie Loslassen und sprühendes Leben im Rhythmus schwingt!
Die Legende in Kurzform:
Von ihrem wohlhabenden Vater wegen ihrer Schönheit abgeschirmt, fristete die junge Barbara ein zurückgezogenes Dasein. Sie soll der Überlieferung nach in einem Turm gelebt haben. Dort wurde sie unterrichtet und entdeckte dabei das Christentum für sich.
Heimlich ließ sie sich taufen, konvertierte und wollte auch künftig zurückgezogen leben. Allerdings erfuhr ihr Vater von ihrem Glauben und so war ihr Schicksal besiegelt. Barbara floh aus dem Turm, wurde allerdings verraten und schließlich gefangen genommen. Auch unter Folter rückte sie nicht von ihrem Glauben ab. So wurde sie letztlich von ihrem Vater hingerichtet.
Der Brauch des Barbara-Zweiges hat seinen Ursprung in der Erzählung, dass Barbara, auf dem Weg zu ihrer Zelle mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen blieb. Den abgebrochenen Zweig nahm sie mit und stellte ihn in ein Gefäß mit Wasser. Am Tag ihres Todes, also dem 4. Dezember, blühte der von ihr gehegte Zweig.