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Sehsinn – Der weite, weiche Blick

Der Sehsinn ist mehr als Schauen.
Er ist ein stilles Tor, durch das wir nicht nur die Welt sehen, sondern auch uns selbst im Kontakt mit ihr wahrnehmen.

Unsere Augen leisten täglich enorm viel:
sie fixieren, fokussieren, vergleichen, bewerten.
Kein Wunder, dass sie oft unter Druck stehen – und damit auch unser Nervensystem.

Heute darf Dein Blick weich werden.
Weit. Empfangend.

Setze Dich für ein paar Minuten ins natürliche Licht.
Vielleicht ans Fenster, vielleicht nach draußen, wenn die Temperaturen es gerade ermöglichen.
Lass Deinen Blick in die Ferne schweifen,
so als würdest Du in eine weite Landschaft schauen.
Nichts festhalten. Nichts fokussieren.
Töne oder sprich mit diesem weiten, weichen Blick und genieße den freien Klang.

Stell Dir vor, Deine Augen legen sich wie in kleine Hängematten entspannt in ihre Augenhöhlen zurück.
Atme ruhig ein und aus.
Wenn Du magst, sprich ein paar Worte oder töne in einer Dir angenehmen Tonlage.
👉 Was verändert sich in Deiner Atmung?
👉 Wie fühlt sich Dein Körper jetzt an?
👉 Klingt Deine Stimme anders als sonst?

Manchmal entsteht Ruhe nicht durch Schließen der Augen –
sondern durch einen Blick, der nichts festhält.

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